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N E W S

Neues aus der AUDiOMANUFAKTUR

Neu im Portfolio

High-End für die Ohren. Ab sofort bei uns im Sortiment.

State of the Art streamen?

Ganz genau, mit cocktailAudio kein Problem.

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Handelsvertretung für TW AUDiO
Wir freuen uns in Zukunft noch enger mit unserem Partner
TW AUDiO zusammenarbeiten zu dürfen.
deraudiokaiser übernimmt  ab sofort die Handelsvertretung für alle TW AUDiO Produkte in Deutschland und Österreich.

"deraudiobär" tanzt...
Sie ist endlich da!


Die neuen HB-300 Demolautsprecher.

Buchen Sie einen Demotermin bei uns
in Brackenheim, Ludwigshafen
oder vor Ort bei Ihnen im Wohnzimmer. 

HB-300 Demo_dAK_MG_9608m_edited.jpg

Kategorie:
HiFi-AUDiO

Neuentwicklung "HB-300"

Unsere Demoversion ist endlich da. Ab sofort Demotermine möglich. Ein "MUSS" für jeden Hifi Fan (behauptet zumidenst "deraudiobär")...

https://www.linkedin.com/pulse/n-e-u-barth-audiotechnik-hb-300-ralf-kaiser

So klein und doch richtig High-End.

Die neue HB-300 entstand aus dem Konzept der HB-3.

Die Anforderungen waren anfangs einen preisgünstigen aktiven Abhörmonitor

für Tonstudios zu entwickeln.

Die technischen Highlights:

Einzeln angesteuerte Lautsprecher und moderne DSPs, sowie hochwertigen Digitalendstufen gestatten eine optimal klangliche Anpassung und Konnektivität

für die Tonregie. 

2-Wege, aktiv, Bassreflex, 250 Watt. Die HB-300 AKTIV ist die

Self-Powered-Version der HB-300

Bestückung:  6" / 1" Kalottenhochtöner mit Waveguide,

eingebauter 2- Kanal Digital-Aktivmodul,

DSP, 3 Speicherplätze für Presets.

Die Software gestattet einen direkten Zugriff auf die Filter zur optimalen

Raumanpassung nach ihren Wünschen und Vorgaben.

Anschlüsse: XLR Analog in/through sym., XLR AES in/trough, Cinch SP/Dif in/out,

TOSLINK, USB, Netz: 230VAC.  

Und da uns dieser Lautsprecher so gut gefällt, gibt es ihn ab sofort

auch in passiver Version für das heimische Wohnzimmer. 

Ab SOFORT Demo möglich.

Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

deraudiokaiser behauptet: Es lohnt sich!

HB-300.jpg

Kategorie:
TONSTUDIO

Neuentwicklung

HB-300 Aktiv - Studio Abhörmonitor

So klein und doch richtig High-End.

Die neue HB-300 Aktiv (Abb. in Sonderfarbe RAL7005).

Konzipiert für Abhörräume in anspruchsvollen Tonstudios. 

Ein unschlagbares Preis- / Leistungsverhältnis!

Man muss es einfach gehört haben um sich selbst ein "Bild" mach zu können. 

Ab SOFORT Demo möglich.

Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

deraudiokaiser behauptet: Es lohnt sich!

Formal Boxen

deraudiokaiser "BOXT" weiter

In der Entwicklungsphase

"HB-300S" 

Aus der AUDiOMANUFAKTUR HELMUT BARTH AUDIOTECHNIK kommt was großes auf uns zu.

 

Die brandneue Weiterentwicklung der HB-300.

Das "S" steht ganz einfach für "STAND".

Die Standlautsprecherversion der HB-300.

 

Soviel sei verraten - Subwoofer unnötig. Mehr möchten wir an dieser Stelle

mal noch nicht verraten, außer dass wir es kaum abwarten können dieses Produkt

endlich auch in Serie hören zu dürfen. 

 

Auch unser Maskottchen "deraudiobär" brummt schon ganz nervös vor sich hin,

denn Bass - dass ist definitiv sein Gebiet. 

Und davon liefert die HB-300S jede Menge!

Demnächst Demo möglich.

Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

deraudiobär behauptet: Es lohnt sich!

audioquest® "DragonFly Cobalt"

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Testbericht von Detlef K.

Hörbericht audioquest DragonFly Cobalt
Autor: Detlef K.
Aug/Sept 2020

DAC - Audioquest Dragonfly RED
DAC - Audioquest Dragonfly COBALT
Kopfhörer - Audioquest Nighthawk


Spannung liegt in der Luft, die Neugier hat obsiegt. Als glücklicher Besitzer eines

DragonFly RED hat nun doch ein DragonFly COBALT den Weg nach Hause gefunden

und will zeigen was es kann. Mir drängen sich diese beide Fragen auf:

Lohnt sich der Wechsel vom RED zum COBALT sprich ist der Mehrpreis gerechtfertigt?
Wie schlägt sich der COBALT im Vergleich zu einem gestandenen regulären und

optimierten REGA DAC?


Hörtag 1 - August 2020

Audioquest DragonFly RED und COBALT dürfen sich heute an meinem Notebook im Hörtest messen. Natürlich nehme ich Musikstücke, die mir seit vielen Jahren und unzähligen Hörsitzungen vertraut sind. Bei diesen Stücken habe ich die nötige Hörsicherheit, um Timing, Stimmlage und Detailreichtum beurteilen zu können.
Will ja nicht einfach dem Marketingspruch von Audioquest "for more natural sound" unkritisch folgen, die beiden Kandidaten sollen sich schon anstrengen.

RED und COBALT werden ohne einen Zwischenadapter direkt in die USB-Buchsen des PC-Systems gesteckt. Das Notebook hat rechtsseitig zwei USB-Buchsen, also einfach beide eingesteckt. Doch keine so gute Idee in der Praxis, denn mit der Lautstärkeregelung hakt es. Zwar kann ich im Player Foobar 2000 die Ausgabe auf RED oder auf COBALT legen. Doch Windows vermag nicht zuverlässig die Lautstärke des gewünschten Gerätes zu steuern. Wenn es einen Unterschied gibt, wird am Ende auch nur ein Kandidat übrigbleiben, ist doch klar. Also werden RED und COBALT abwechselnd sich bewähren müssen.

Bin gespannt ob der Neuerung im DAC des COBALT, wie sich diese hörbar macht. Die Arbeitsweise des DAC wurde geändert, RED arbeitet mit minimum-phase fast roll-off filter (DAC Chip ESS ES9016) und COBALT macht es dagegen mit slow roll-off filter (DAC Chip ESS ES9038Q2M). Der Headphone-Verstärker ist bei beiden der ESS Sabre 9601. Dann gibt es noch eine Änderung beim Mikro-Controller, RED nutzt den PIC32MX270 und COBALT den PIC32MX274, mit geringem Stromverbrauch und höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit - wichtig bei MQA etc.). Halte im Endergebnis den DAC für klanglich maßgebend in meinem Testszenario. Meine Musik stammt von gerippten Audio CDs. MQA bleibt außen vor.

Das Musikprogramm (Datenqualität 44,1 KHz, 16 bit FLAC, nicht komprimiert!) wird über Foobar2000 abgespielt. Im Windows sind im Control Panel bei Sound auf TAB Enhancements natürlich alle "enhancements" deaktiviert. Auf TAB Advanced ist die Qualität auf höchste Stufe mit 24 Bit, 96000 Hz (Studio Quality) eingestellt. Diese Einstellung ist aber nicht wirklich optimal. Dazu mehr bei Bericht vom 4. Hörtag.

Die Trackliste ist für den Anfang wie folgt:

01 - Neues Bachisches Collegium Musicum, Max Pommer+Universitätschor Leipzip+Ludwig Güttler Trompete - Bach - Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten! [BWV214]
02 - Slovak Philharmonic Orchestra - B. Rezucha & Ivan Sokol - Saint-Saens - Sinfonie Nr.3 c-moll op.78, 3-Maestoso allegro (Orgel und Sinfonie-Orchester zusammen!)
03 - Alice Cooper - Street Fight
04 - Alice Cooper - Blue Turk
05 - Eva Cassidy - Wade In The Water
06 - Eva Cassidy - Ain't No Sunshine
07 - Adele - Chasing Pavements
08 - Grobschnitt - Anywhere
09 - Grobschnitt - Rockpommel's Land (FINALE)
10 - Götz Alsmann - Bob Caliente
11 - Blind Guardian - Sacred Worlds
12 - Götz Alsmann - Es liegt was in der Luft
13 - Götz Alsmann - Zuckersüß
14 - Götz Alsmann - Schade, gestern warst Du süß wie Schokolade
15 - Oscar Pettiford - But Not For Me

Ich starte mit Eva Cassidy - Wade In The Water, der Stimme wegen und bin überrascht. Der Musikfluß gefällt nicht, wirkt leicht hektisch, nervös in der Darbietung. Das Timing passt nicht, etwas zu schnell, so mein Eindruck.
Eva Cassidy und Götz Alsmann sind betroffen, die Präsentation nervt. Zurück zum RED und ja, so klingt es richtig. Zurück zum COBALT, Blind Guardian ist nicht betroffen, es werden mehr Details zu Gehör gebracht, herrlich.

Nach mehreren Wechseln zwischen RED und COBALT pro Musikstück ist das Bild durchwachsen. 2/3 der Stücke sind betroffen, 1/3 dagegen nicht. Erstes Fazit: Der musikalische Fluss der Musik ist beim RED ruhiger, nicht so hektisch wie beim COBALT. Die beiden unterscheiden sich im Timing.

Hm, damit habe ich nun nicht gerechnet. Ursache, ja der DAC arbeitet doch anders. So erscheint diese Annahme für den Augenblick möglich:

Die Geschwindigkeit des COBALT ist höher bei der akustischen Signaldarstellung, nur wird sämtliches Musik geschehen damit negativ beinflusst. Als Hörer empfinde ich Hektik, Nervosität. Der genußvolle Fluß des Klangs bei Eva Cassidy weicht einer Irritation, daß selbst diese doch so unaufgeregte, tragende Stimme auf einmal anfängt zu nerven.
Technisch ist die Flankensteilheit beim COBALT wohl höher als beim RED. Es werden mehr Details dargestellt, die Auflösung aller in der Musik steckenden Details gelingt mit überraschenden Einblicken.

Bei Blind Guardian - Sacred Worlds ist das Grollen schwärzer, besser. Der Schlagzeuger bei 2:10 und 2:14 mit der erhöhten Schlaggeschwindigkeit stimmiger. Hier liefert das RED nicht die notwendige zeitliche Präzision.

Nur empfindet mein Ohr diese Signaldarstellung als nicht korrekt bzgl. der Geschwindigkeit, sie ist leicht erhöht, als wenn der Pitch beim Plattenspieler etwas mehr Drehzahl sorgt. Stoppuhr bestätigt aber, die Laufzeit der Stücke ist korrekt und im Einklang mit der Tracklänge. Das Musikstück wird nicht in der Zeit verkürzt.

Hörtag 2 - Ende August 2020

Wieder treten RED und COBALT im Wechsel an. Doch welche Wonne, keine Nervosität oder Hektik, die Musik fließt in dem bekannten Tempo, die Signale werden nicht verzeichnet. Eine Hörsitzung über 3 Stunden mit Genuss ist die Folge.
Der gehörte Effekt vom ersten Hörtag konnte nicht reproduziert werden. Nun ja, Nach Treiberinstallation ging es am ersten Hörtag gleich zum Test. Der zweite Hörtag erfolgte nach mehreren Kaltstarts des PC-Systems. AEG? Ausschalten, einschalten, geht! Möglicherweise die Erklärung.

Hörtag 3 - Anfang September 2020

Heureka, die Ursache ist gefunden. Es liegt doch am USB-Port. Das Notebook hat zwei nebeneinander liegende USB-Buchsen auf der rechten Seite. Die hintere Buchse zeigte nun doch wieder den Effekt des 1. Hörtages. die vordere Buchse dagegen nicht. Diese hatte ich am 2. Hörtag genutzt, nicht wissend um die Auswirkung.

Die Musik am vorderen Anschluss erklingt wie folgt:
Alice Cooper - Blue Turk: Die Basssaiten schwingen im richtigen Timing, ein Genuß, intensives Klanggefühl, man meint die Saite vor sich zu sehen.
Eva Cassidy - Ain't No Sunshine: Das Tempo ist so kontrolliert gewollt langsam und zeitlich genussvoll der zelebrierte Gesang, gerade am untern Ende der Temposkala, wo jede Schwankung und falsche Phrasierung sofort hörbar wird, wenn man es nicht beherrscht. Und das kann Eva wundervoll, aber auch mit den expressiven Ausbrüchen und den Temposprüngen wenn die Leidenschaft dargestellt wird. Sie ist nicht nur für die leisen Töne gemacht.
Adele - Chasing Pavements: Auch hier ein stimmiger Musikfluss wie schon oft gehört. Nur heute mit herrlicher Darstellungsqualität.

Sobald die hintere Buchse zum Einsatz kommt, Foobar2000 anhalten und COBALT versetzen, kurze Wartezeit, dann Musik weiter abspielen, zeigt sich der bekannte Effekt. Die Veränderung in der Musikpräsentation bleibt auch nach mehreren Wechseln eindeutig.

Und wie ist der Rückschritt bei RED klanglich? Leicht angezogene Handbremse, der Musikfluss ist etwas langsamer, zugleich ist (viel wesentlicher) der Detailreichtum etwas reduziert. Die Klangereignisse werden mehr versammelt und einheitlicher dargestellt.
Ein Bild an dieser Stelle: Applaus kann als großes Klang Geschehen erklingen, den Raum füllen und doch sehr einheitlich wirken. Oder man hat bei gute Anlage Glück und hört die Menge der einzelnen Klatschereignisse. Man erhält mehr Informationen, weniger Klangbrei-Geschehen, scharf geschnittene Abbildungen der Handarbeit, mehr Hörkraft für gute Musik. Schön wie eine neue Brille :-)

Der Test zwischen RED und COBALT ist wirklich aufschlussreich - COBALT lohnt sich wirklich, habe mit dieser Deutlichkeit nicht gerechnet. Ich erreiche die Qualität, die sonst nur mit dem großen Besteck möglich ist. Das ist bei mir ein REGA DAC nebst Musical-Fidelity VLINK192 USB-KOAX-Konverter. Der USB-Eingang des REGA DAC ist nicht so gut wie sein KOAX-Eingang, deswegen ist der Konverter für die Anbindung an den PC im Einsatz. REGA mit VLINK verbindet ein Audioquest Hawkeye RCA Koax special (ohne Batterie) und VLINK mit PC verbindet Audioquest Carbon USB. Und diesen Gerätepark ersetzt das kleine COBALT. WOW!

Aus den damaligen Tests mit dem REGA DAC wusste ich bereits um Qualitätsunterschiede der verschienden USB-Anschlüsse eines PC-Systems. Hatte doch alle mir zur Verfügung stehenden USB-Kabel durchgehört und bin damals beim Audioquest USB-Kabel gelandet. Doch hab ich zwei an einem Controller hängende Ports immer als gleichwertig erlebt und angesehen, werden sie doch von derselben Hardware kontrolliert. Durch COBALT erfolgt hier eine Erweiterung durch Praxiserfahrung: Zwei Anschlüsse an einem Controller müssen sich nicht gleich verhalten bei der Signalübertragung. Es können sich durchaus hörbare Unterschiede ergeben. Danke Cobalt! Man hört einfach mehr mit diesem schönen dunkelblauen Teil.

Doch nicht den Tag vor dem Abend loben. Es folgte ein weiterer Hörtag im Anschluss an einen nach einem wunderschönden Abend mit den HB-3 Lautsprechern der Audiomanufaktur Barth. Darüber zu berichten ist anber eine andere Geschichte. Jedenfalls hatte ich drei neue CDs von Eva Cassidy für diesen Abend geordert und mußte diese natürlich auch über den Dragonfly COBALT hören.

Hörtag 4 - Mitte September 2020

Ein Sonntag und Zeit für Mucke, ein perfekter Tag, um zu klären, wie die neue Mucke von Eva Cassidy über COBALT genossen erklingt. Die Höreindrücke vom Freitag über die HB-3 wahrgenommen bestätigten sich auch über COBALT. Zwei CDs sind gute Mittelklasse, lassen aber die Seele und Ausdruckskraft der Person von Eva Cassidy vermissen ("American Time" und "Nightbird [Doppel-CD mit DVD, Live in der Blues Alley]"). Bei der CD "Live At Blues Alley" [Blix Street Records G2-10146] spürt man die Person, nimmt sie im Raum wahr, ist ihr ganz nah. Die beiden anderen Aufnahmen sind zu glatt poliert, über-produziert, perfekt glatt nur leider ist das Spektakuläre der Musik und der Person von Eva Cassidy dabei verloren gegangen. 1 von 3 in Ordnung immerhin und dazu ein Glückgriff. Besser kann man ein Live-Konzert nicht auf einen Tonträger bannen. Hier gewinnt der Hörer auf ganzer Linie.

Der COBALT informiert den Zuhörer auch über die Qualität der gerade abgespielten Musik mittels Farbe der Hintergrundbeleuchtung für die in die Oberfläche eingelassene Libelle. Schöne Idee, doch mein COBALT wechselte die Farbe nicht.  Er verfügt über diese Signalisierungen:

red - standby modus
green - 44,1 kHz
blue - 48 kHz
yellow - 88,2 kHz
light blue - 96 kHz
purple - MQA


Bis auf MQA hatte ich auch passende Teststücke und trotzdem kein Farbwechsel. Urgh!!! Spontan ging mein Augenmerk auf Windows, welches doch über den Mixer in das Klang geschehen eingreift. Zur Erinnerung meine Einstellung ab Hörtag eins: "Im Windows sind im Control Panel bei Sound auf TAB Enhancements natürlich alle "enhancements" deaktiviert. Auf TAB Advanced ist die Qualität auf höchste Stufe mit 24 Bit, 96000 Hz (Studio Quality) eingestellt." Nach manueller Angleichung and das zu spielende Musikmaterial wechselt die Farbe; erfordert also einen Anpassung bei jedem Qualitätswechsel im Signal. Nicht schön!

Nun kommt ein kurzer Abschnitt zu Windows und Foobar gefolgt von dem finalen Höreindruck und sehr viel Begeisterung.

   Da hatte ich mich also zu schnell festgelegt und die Ursache gelegt, sah ich doch nur "light blue". Der Mixer von Windows hatte die Oberhand, geringere Qualitäten wurden auf 96 kHz hochgerechnet. Die Gute Nachricht - es geht auch ohne diesen Mixer - Windows liefert die Audiodatei direkt an Foobar2000 und der Player allein ist für die Wiedergabe zuständig. Dazu ist Foobar2000 um eine Komponente zu erweitern, die WASAPI heißt. Die Komponente ist wie Foobar2000 frei erhältlich. Also einfach herunterladen und in Foobar2000 installierern (Vorgaben - Komponenten, Schaltfläche INSTALL). Die Homepage von Foobar2000 läßt sich leicht über den Menüpunkt Hilfe > Über aufrufen. Dort nach "WASAPI output support 3.3" suchen. Der Entwickler schreibt in der Dokumentation:

    "WASAPI is a new audio output method introduced in Windows Vista; among other things, it provides an exclusive mode that allows applications to take full control over soundcard's resources (muting any sounds played by other applications) and play unaltered bitstream without passing it through the Windows mixer."

   Abspielen ohne weitere Beeinflussung seitens Windows, ja genau das brauche ich nun. Hab seit einem Jahr einen neuen PC und beim Aufsetzen zwar an Foobar gedacht nicht aber an WASAPI. Die Komponente ist nun installiert und in den Vorgaben für Playback als Device ausgewählt. WASAPI bietet in Verbindung mit dem COBALT zwei unterschiedliche Geräte an:

   WASAPI (push): Speakers (audioquest DraganFly Cobalt v1.0)
   WASAPI (event): Speakers (audioquest DraganFly Cobalt v1.0)

   WASAPI hat zwei Betriebsmodi, den shared mode (bei COBALT "event" tituliert) und den exclusive mode (bei COBALT "push" genannt).
   Shared mode nutzt noch den Mixer, andere Quelle können auch an unser Ohr vordringen.
   Exclusive mode dagegen lässt nur die Musik an unser Ohr und das ohne Beeinflussung durch den Mixer.
   Empfehlung ist daher: WASAPI (push): Speakers (audioquest DraganFly Cobalt v1.0).

Aber bitte keine Festlegung: Einfach den eigenen Ohren vertrauen und sich für eine der beiden Optionen entscheiden. Im Output Format noch das data format auf 24-Bit einstellen, unter Windows 10 arbeitet der Mixer meines PCs nur 24-bittig. Bei 16-Bit hört man halt nichts, der falsche Datenpfad wird angezapft. Der Mixer ist aber hörbar außen vor und beeinflußt nun nicht mehr das Klanggeschen.

Zurück zum Hören und zu dem Musikeindruck

Blind Guardian macht einen Sprung nach vorne, mehr Details werden dargestellt, der Drummer und sein Wirken leuchten hervor, und die Musik ist klar und unmittelbar auf der virtuellen Bühne, eine große Bühne und der Bass rollt mit mehr Energie.

Gute Aufnahmen sind eine Wonne, die weniger guten Aufnahmen nimmt man aber auch als solche wahr. COBALT ist eine Wegscheide für die eigene Musiksammlung. Das Dragonfly RED ist hier etwas gnädiger, egalisiert durch Verzicht auf die letzte klangliche Perfektion die verschiedenen Aufnahmen. Das DragonFly COBALT ist dagegen keine kleine Lösung, sondern eine Kampfansage an die großen Geräte. Mein optimierter REGA DAC spielt auf dem gleichen Niveau wie das COBALT. Hat aber 5 Filter-Modi zur Auswahl, hab mich aber für einen  entschieden der mir wirklich zusagt. COBALT kostet 299 €, der große DAC (mit Konverter und Kabeln) das Vierfache.
Und zwischen den beiden besteht Gleichstand. Klein gegen groß. Ach warum gab es das COBALT nicht schon früher :-))

Gerade rockt Billy Talent mit "Afraid of Heights [Mastered for Headphones]" von 2016 (Warner Music Canada, 2564-60342-9, Europe, 2016. Includes an insert with a download-code of exclusive MASTERED FOR HEADPHONES mixes. Released 29 Jul 2016.) Diesen Download-code als Beilage der CD hab ich natürlich genutzt. Billy Talent als Privatkonzert über Kopfhörer, herrlich. Abrocken ohne die Familie in der Nacht zu stören. Rammstein - Völkerball (Live in Nimes 2006) hat mich gestern bereits so verzückt. Heute musste dieser Hörbericht also entsprechend ergänzt werden.

Mit dem DragonFly COBALT werden ein PC und ein guter Kopfhörer bei entsprechender Konfiguration zu einem privaten Konzertsaal. Die Qualität ist ein ehrlicher Anfang von High End daheim.
Zugleich wird der PC mit dem COBALT und eigener Musiksammlung zu einer veritablen Quelle für eine große HiFi-Anlage. Für Billy Talent und Rammstein denke ich da sofort an die Klipsch Cornwall III. Da wuscht das Live-Gefühl mich so herrlich. Und die Nachbarn haben auch was davon.

Das COBALT begeistert - ob des fairen Preis-Leistung-Verhältnisses - so viel Qualität in so kleiner Bauform ist beachtlich.
Die Qualität ist betörend, das Klangbild ohne Fehl und Tadel, keine Verzeichnungen, Verfärbungen und fehlerhafte Darstellung von Instrumenten. Die Hörtage waren ein richtiges Vergnügen, lehrreich in etlichen Belangen und ein Weg der Steigerung. Das Ende ist famos. Deswegen mein Fazit: COBALT muss bleiben meiner Ohren wegen, mein RED werde ich in der Familie weitergeben.

PS: Drei Fragen zum Schluss und die Antworten.

Kann COBALT auch Klassik?
Ja doch, hab ich natürlich auch gehört: Mein Tipp ist hier Sol Gabetta & Danish National Symphony Orchestra unter Mario Venzago mit der Doppel-CD Sol Gabetta Cello [Compilation SONY 2016]. Ein Weltstar daheim - Augen schließen und der Musik folgen. Besser sogar als im großen Konzertsaal, die Nähe zur Künstlerin ist so intensiv, der Verzicht auf jegliche Hustereien und sonstige Störgeräusche aus der Hörerschaft eine Wohltat.

Kann COBALT kann auch Jazz?
Oh ja, mein Klassiker seit Jahrzehnten ist: Domnerus, Hallberg, Erstrand, Riedel, Johansen - Jazz At The Pawnshop, aktuell in der 30th Anniversary Version aus 2006.

Hat COBALT auch Nachteile?
Ja, ich höre zu lange Musik, die Nacht wird wieder kurz. Eine Album noch und dann ist Schluss, vielleicht ....

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Anmerkung deraudiobär:

Vielen Dank Detlef für diesen ausführlichen und aufschlussreichen Test. Wir wünschen Dir viel Spaß mit Deinem neuen DragonFly COBALT.

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TO BE CONTINUED...

Sie dürfen gespannt sein!

Wir haben noch viele Ideen für die nahe Zukunft.

Aber eines nach dem anderen...

Schauen Sie bald wieder vorbei und entdecken Sie,

was deraudiobär spannendes Neues für Sie hat.

Sie wollen nur das Beste? - deraudiobär auch!